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Aus den Magazinen des Landesarchivs (August 2013)

30 Jahre Mensa Schlossgarten Osnabrück (1983) (Staatsarchiv Osnabrück, Dep 103 Akz. 2010/032 Nr. 8)


StA Osnabrück Dep 103 Akz. 2010/032 Nr. 8  

Die Versorgung der Studenten mit gutem, aber preisgünstigem Essen war schon bald nach Gründung der Universität Osnabrück 1974 völlig unzureichend. Der Studentenschaft und dem Lehrkörper aus Fachhochschule und Universität standen neben der großen Zentralmensa im AVZ-Gebäude auf dem Westerberg nur zwei kleine Nebenmensen in Haste und der Innenstadt zur Verfügung. Insbesondere die Räumlichkeiten im Schloss waren sehr beengt. In Spitzenzeiten herrschte dort ein unerträgliches Gedränge und viele Studenten waren gezwungen, ihre Mahlzeiten im Stehen einzunehmen

Daher war schon bald klar, dass die gesteigerte Nachfrage nach preiswertem Essen infolge steigender Studentenzahlen in der Innenstadt nur mit einem Neubau zu bewältigen war. Doch die Planungen zogen sich hin. Insbesondere die Standortfrage sorgte für langwierige und schwierige Diskussionen. Schließlich fiel die Wahl auf den Standort des ersten Studentenwohnheims in Osnabrück an der Ritterstraße. Um den Widerstand einiger Studenten gegen den Abriss des Wohnheims zu überwinden, war am Ende sogar der persönliche Einsatz des Universitätspräsidenten Prof. Horstmann gefragt, der die Besetzer des Wohnheims in einem Gespräch zum Aufgeben bewegen konnte.

Anfang des Jahres 1981 konnte schließlich mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten für die neue Mensa beliefen sich auf ungefähr 20 Millionen DM. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit konnte am 15. März 1983 die Ingenieurgesellschaft für Projektmanagement mbH zum Abschluss der Übergabeverhandlungen dem Universitätspräsidenten den Schlüssel für den Neubau übergeben. In dem vorliegenden Schreiben bedankt sich der Geschäftsführer der Gesellschaft bei Prof. Horstmann für die gute Zusammenarbeit und schickt ihm eine Fotodokumentation zur Schlüsselübergabe.

Das Schreiben ist ein anschauliches Beispiel für modernes Verwaltungsschriftgut. Die Bearbeitungsspuren durch die Verwaltung der Universität sind deutlich erkennbar, etwa der Eingangsstempel, die Verfügungen zur Kenntnisnahme des Schreibens an die verschiedenen Organisationseinheiten und die Vermerke über die Kenntnisnahme.

Am 12. April 1983 konnte der Betrieb in der neuen Mensa am Schlossgarten aufgenommen werden. Die Mensen des Studentenwerkes Osnabrück haben mittlerweile deutschlandweit einen sehr guten Ruf. In dem seit 2001 vom UNICUM Verlag jährlich veranstalteten Wettbewerb "Beste Mensa Deutschlands" belegte das Studentenwerk Osnabrück von 2001 bis 2008 mit seinen Mensen in Osnabrück und Vechta fünf mal den ersten Platz und wurde Bundessieger. Außerdem wurden Titel wie „Big-Player“ und „Bio Mensa des Jahres" gewonnen.
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