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Veröffentlichungen des Niedersächsischen Landesarchivs

In der Reihe "Veröffentlichungen des Niedersächsischen Landesarchivs" sind bislang drei Bücher erschienen.

111 Dokumente

Band 1

Geschichte Niedersachsens in 111 Dokumenten, herausgegeben von Christine van den Heuvel, Gerd Steinwascher und Brage Bei der Wieden, 495 S., 264 farb. Abb., geb., Schutzumschlag, 17 x 24, ISBN: 978-3-8353-1960-8 (2016), € 29,90


Ein Streifzug durch die Geschichte Niedersachsens dargestellt in 111 Dokumenten aus dem Niedersächsischen Landesarchiv

Archivalien sind stumm, doch sie lassen sich zum Sprechen bringen. Sie sind Produkte momentaner Ereignisse, aber sie verweisen stets auf größere historische Zusammenhänge. Als »Arche Noah der Überlieferung« (Reinhart Koselleck) verwahrt das Niedersächsische Landesarchiv in seinen sieben Standorten ca. 100 Regalkilometer an Urkunden, Akten und Karten, von denen die Archivar-Historiker/Innen des Landesarchivs hier einige Dokumente zum Sprechen bringen. Weniger unter dem Gesichtspunkt der optischen Ästhetik als mit Blick auf die Aussagekraft der einzelnen Archivalien werden 111 Beispiele aus der 1200-jährigen Überlieferung des niedersächsischen Raumes ausgewählt und in ihrem historischen Kontext erläutert. Die sich daraus ergebenden Geschichten werden in ihrer Summe zu einer Geschichte der Menschen und ihrer Umwelt in Niedersachsen mit zum Teil überraschenden Sichtweisen auf die deutsche und europäische Geschichte.

Russlands Blick nach Nordwestdeutschland

Band 2

Russlands Blick nach Nordwestdeutschland Politisch-dynastische Beziehungen vom 16. bis frühen 20. Jahrhundert im Spiegel von Dokumenten aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, herausgegeben von Gerd Steinwascher, 295 S., 60 Abb., kart., 15,5 x 23,0, ISBN: 978-3-8353-3354-3 (2018), € 29,90

Über Jahrhunderte beeinflussten die diplomatischen und dynastischen Verbindungen zu Russland die Territorien des heutigen Niedersachsens.

Wie auch in anderen deutschen Regionen ist die Geschichte Nordwestdeutschlands von europaweiten Außenbeziehungen geprägt gewesen. Niedersächsische Territorien wurden in Personalunion von der schwedischen, dänischen und britischen Krone regiert, aber auch zum russischen Kaiserhaus gab es über die Jahrhunderte enge Verbindungen.
Die Autoren des Bandes beschäftigen sich mit den Beziehungen niedersächsischer Territorien zu Russland, vornehmlich in der Zeit vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Grundlage hierfür bieten Archivalien, die im Niedersächsischen Landesarchiv - insbesondere an den Standorten Hannover, Oldenburg und Wolfenbüttel - verwahrt werden und dort der Forschung zur Verfügung stehen. Erstmals werden hier bisher unerschlossene Quellen sichtbar gemacht, welche die politisch-diplomatischen Kontakte und dynastischen Verbindungen der Welfen und des Hauses Oldenburg zum russischen Kaiserhaus widerspiegeln.

Band 3

Friedensordnung und machtpolitische Rivalitäten Die schwedischen Besitzungen in Niedersachsen im europäischen Kontext zwischen 1648 und 1721, herausgegeben von Beate-Christine Fiedler und Christine van den Heuvel, 375 S., 34, z. T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag, 15,5 x 23
ISBN: 978-3-8353-3588-2 (2019), € 29,90

Konflikte, Frieden und Diplomatie im Nordwestdeutschen Raum nach dem 30-jährigen Krieg.

Der Friedensschluss von Münster und Osnabrück 1648 bedeutete für die nordwestdeutschen Territorien das offizielle Ende des 30-jährigen Krieges. Doch durch die Präsenz der schwedischen Großmacht in den Herzogtümern Bremen und Verden kam es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zu Konflikten mit den norddeutschen Anrainerstaaten. Diese Auseinandersetzungen wechselnder Allianzen führten unter dem Einfluss der vordringenden neuen Großmacht Russland letztlich in den Großen Nordischen Krieg. Erst die zwischen 1719 und 1721 vereinbarten Friedenschlüsse realisierten dann die »Ruhe im Norden«.

Die Beiträge blicken aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Fragilität dieser politischen und militärischen Allianzen, auf die Auswirkungen der dynastischen Verbindungen und den konfessionellen Einfluss auf staatliche Bündnissysteme im norddeutschen Raum. Thematisiert werden zudem die Kommunikationsräume von Diplomatie und Gesandtschaften sowie die Handlungsfelder ihrer Akteure in der Epoche zwischen 1648 und 1721.


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