Artikel-Informationen
erstellt am:
20.02.2026
Am 7. und 8. März 2026 findet bundesweit der „13. Tag der Archive“ statt, der alle zwei Jahre die öffentliche Aufmerksamkeit auf die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Archive lenkt. In diesem Jahr beteiligen sich alle Abteilungen des Niedersächsischen Landesarchivs an dem Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ steht (die Abteilung Oldenburg am 13. März 2026).
Die Besucherinnen und Besucher erwarten jeweils besondere Angebote zum diesjährigen Motto. Darüber hinaus geben die Archive Einblicke in ihre Bestände, Magazine und Dienstleistungsangebote. Als lebendige Gedächtnisinstitution bietet das Landesarchiv einen reichen Kulturschatz: Einiges erwartbar, vielleicht aber auch die eine oder andere Überraschung.
Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei; mit Ausnahme der Veranstaltung in Stade ist eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
AURICH - BÜCKEBURG - HANNOVER/PATTENSEN - OLDENBURG - OSNABRÜCK - STADE - WOLFENBÜTTEL
Samstag 7. März 2026, 10-13 Uhr | Vorträge
in Kooperation mit der Ostfriesischen Landschaft am 7. März 2026 im Landschaftsforum (Georgswall 1, 26603 Aurich)
10.00 Uhr Begrüßung durch den Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft, Rico Mecklenburg, und den Leiter der Abteilung Aurich des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Michael Hermann
10.15 Uhr Lennart Bohne (Gedenkstätte Tidofeld)
„Das waren für uns Ausländer“ – Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Ostfriesland
11.00 Uhr Dr. Edda Willamowski (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Vietnamesische Geflüchtete in Ostfriesland. Geschaffene und genutzte Möglichkeiten
11.45 Uhr Kaffeepause
12.00 Uhr Daphne Mariebelle Eich (KVHS Aurich)
Teilhaben und Ankommen: Integration von Migrant*innen im Landkreis Aurich
12.45 Uhr Abschlussdiskussion
Sonntag, 8. März 2026, 11-16 Uhr | Führungen, Filmvorführungen, Vorträge
im Niedersächsischen Landesarchiv -- Abteilung Bückeburg, Schloßplatz 2, 31675 Bückeburg
11:00 Uhr Allgemeine Archivführung, mit Archivalienschau zum Thema
12:00 Uhr Filmvorführung: „Mein Schaumburg 1950-1959“/“ Die Sendung ohne Maus – Armin Maiwalds Film über das Historische Archiv Köln“
13:00 Uhr Allgemeine Archivführung, mit Archivalienschau zum Thema
14:00 Uhr Dr. Silke Wagener-Fimpel (NLA Wolfenbüttel)
Einwanderung um 1700 – Das Beispiel der Hugenotten in Bückeburg
15:00 Uhr Stephan Hartmann (AWO Stadthagen)
Migration in Schaumburg – Integration als Chance
16:00 Uhr Ende
Informationsstand des Heimatvereins Schaumburg-Lippe, Ortsgemeinschaft Bückeburg, vertreten durch Dagmar Kostka
Samstag, 7. März 2026, 11-15 Uhr | Vorträge und Präsentationen
Hauptgebäude Hannover (Am Archiv 1, 30169 Hannover)
Präsentation zum Thema „Alte Heimat – neue Heimat“
Informationsstand des Niedersächsischen Landesvereins für Familienkunde
Beratung zur Online-Recherche und Nutzung mit dem Archivinformationssystem Arcinsys
Präsentation zu archivischen Ausbildungsberufen
Samstag, 7. März 2026, 12-15 Uhr | Führungen und Präsentationen
Magazin Pattensen (Lüderser Weg 2, 30982 Pattensen)
Gebäude- und Magazinführungen (halbstündlich, zuletzt ab 14 Uhr)
Restaurierungswerkstatt und Buchbinderei
Beratung zur Online-Recherche und Nutzung mit dem Archivinformationssystem Arcinsys
Freitag, 13. März (!), ab 17 Uhr | Vorträge und Podiumsdiskussion
in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landschaft und dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
im Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Oldenburg, Damm 43, 26135 Oldenburg
Alte Heimat – neue Heimat im Oldenburger Land? Flüchtlinge, Vertriebene, (Spät-)Aussiedler/innen
Begrüßung: Kerstin Rahn (NLA Oldenburg)
Impulsvorträge:
Andreas von Seggern (Schlossmuseum Jever)
Flüchtlinge, Vertriebene und (Spät-)Aussiedler/innen im Oldenburger Land – ein geschichtlicher Überblick
Gisela Borchers (AG Vertriebene, Oldenburgische Landschaft) Oldenburg – neue Heimat für alle?
Daniel Gebel (Universität Oldenburg) Eine neue Heimat finden - Die Russlanddeutschen in der Region Cloppenburg
Podiumsdiskussion:
Moderation: Inge von Danckelman
Deniz Kurku (MdL, Nds. Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe)
Johann Wimberg (Landkreis Cloppenburg)
Witali Bastian (Gemeinde Molbergen)
Uwe Meiners (Oldenburgische Landschaft)
Torsten Müller (Museumsdorf Cloppenburg)
Schlusswort: Franziska Meifort (Oldenburgische Landschaft)
Empfang
Informationen zur Archivnutzung
11-16 Uhr
Büchertisch des Historischen Vereins
11-16 Uhr
Kurzvorträge
Grenzen in der Geschichte
11:15-12:00 Uhr | 14:15-15:15 Uhr
6.720 Schülerinnen und Schüler haben sich mit 2.289 Beiträgen am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2024/25 zum Thema „Grenzen in der Geschichte“ beteiligt und sich selbstständig und quellenbasiert mit unserer Vergangenheit beschäftigt.
Einige prämierte Beiträge des Wettbewerbs zu den Themen Flucht und Vertreibung, Gastarbeiter und Russlanddeutsche und zum Schicksal von Felka Platek und Felix Nussbaum werden durch Schülerinnen und Schüler vorgestellt.
Samstag, 7. März 2026, 9-13 Uhr | Workshop
im Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Stade, Am Staatsarchiv 1, 21680 Stade
Einführung in die Arbeit mit den Quellen für Heimatforscher
Die Arbeit mit den Quellen in den Archiven erfordert ein gewisses Vorwissen. Das reicht von den verschiedenen Wegen der Recherche in der online verfügbaren Datenbank Arcinsys, in der nicht nur die Daten zum Archivgut des Niedersächsischen Landesarchivs insgesamt zur Nutzung bereit liegen, über die Bestellung von Archivalien für den Lesesaal oder aber für eine Reproduktion, der richtigen Arbeit mit den Archivalien im Lesesaal bis hin zu deren Nutzung in Veröffentlichungen aller Art.
Vier Impulsvorträge:
- Einführung in die Datenbank Arcinsys
- Erfolgreiche Recherche in der Datenbank Arcinsys
- Rechtliche Rahmenbedingungen für die Nutzung von Archivalien
- Wissenschaftlich korrekter Umgang mit den Quellen
Sonntag, 8. März 2026, 14-16.30 Uhr | Ausstellung und Führungen
im Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Wolfenbüttel, Forstweg 2, 38302 Wolfenbüttel
Urkunden des sächsischen Kaiserhauses - Themenschwerpunkt: die sog. Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu aus dem Jahr 972
Theophanu kam als Griechin im Alter von zwölf oder dreizehn Jahren nach Norddeutschland, in eine für sie völlig fremde Umgebung. Weder verstand sie anfänglich die Sprache noch waren ihr die Sitten vertraut. Nach Meinungen in ihrer Heimatstadt Konstantinopel kleideten die Menschen in Deutschland sich in Tierfelle, während die Bewohner der Metropole am Bosporus das Exklusivrecht auf purpurgefärbte Seide besaßen. Theophanu wusste sich jedoch zu behaupten und wurde, als sie die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Otto III. führte, zu einer erfolgreichen Herrscherin. Neben der Heiratsurkunde werden auch andere Urkunden des sächsischen Kaiserhauses präsentiert. Der Unterschied gewöhnlicher Königsurkunden zur prunkvoll gemalten Heiratsurkunde wird dabei augenfällig.
14:00-16:30 Uhr Ausstellung von Urkunden des sächsischen Kaiserhauses
ab 14:30 Uhr Regelmäßige Führungen zur Heiratsurkunde
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erstellt am:
20.02.2026