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Aus den Magazinen des Landesarchivs (Mai 2026)

„Confiscation falscher Müntzen“ (NLA ST Rep. 1011 Nr. 118)


  Bildrechte: NLA
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Der Versuch Geld zu fälschen ist wohl so alt wie das Geld selbst. Während heutzutage verstärkt auf digitalen Geldbetrug gesetzt wird, wurden Münzen zur Geldfälschung bis ins 19. Jahrhundert hinein minderwertige Materialien zugesetzt. So auch im heutigen Niedersachsen: Am 12. Mai 1853 fand der Achimer Amtsgehilfe Strasser „auf hiesigem Krammarkte“ zwei gefälschte Münzen bei der ausstellenden Kramersfrau Schütte aus Verden.

Der größeren Münze (2/3-Stück) war teils Messing hinzugesetzt worden und sie war daher an diesen Stellen – wie noch heute zu sehen – oxidiert. Auf dem Avers „befindet sich das Brustbild eines Fürsten, dessen Namen nicht mehr zu lesen; der Revers enthält ein laufendes Pferd“, wie der Amtsgehilfe berichtete. Bei der kleineren Münze handelte es sich um ein 3-Mariengroschen-Stück, bestehend aus einer „werthlosen Metall-Composition“.

Frau Schütte hatte die Münzen in einem Kasten „zwischen gutem Gelde“ verwahrt und war sich keiner Schuld bewusst, weshalb der Amtsgehilfe die Münzen dem königlichen Amt in Achim übersandte. Dort blieben die Münzen in der Akte, wo sie erst kürzlich in der Abteilung Stade aufgefunden und aus Bestandserhaltungsgründen entnommen wurden.

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